Autismus
Autistische Menschen wirken häufig, als lebten sie in einer anderen, eigenen Welt, als genügten sie sich selbst und legten keinen Wert auf Kontakte. Auch die häufig zu beobachtende Gefangenheit in stereotypen Beschäftigungen mit Gegenständen oder Bewegungsmustern, die ihre Sinne stimulieren oder beruhigen, lässt dies vermuten. Etwa 50% der Menschen mit Autismus sprechen nicht, viele haben überhaupt keine Möglichkeit, mit ihrer Umwelt Kontakt aufzunehmen und sind völlig isoliert und zurückgezogen.

 

Ich lade euch ein, geht mit mir auf eine Reise in meine "Wirklichkeit". Mit meinem Buch möchte ich euch die Möglichkeit schenken, zu erfahren was Autismus für mich bedeutet. Der Titel meines Buches lautet: "Wenn ich tanzen will - Autismus zum anfassen" ISBN 978-3-8442-2872-4
Menschen mit Autismus haben große Schwierigkeiten, das Denken und Empfinden Anderer wahrzunehmen, sich hineinzuversetzen und es zu begreifen, selbst wenn sie "hoch-funktionsfähig" sind. Erwachsene gut begabte Autisten, die sich entsprechend ausdrücken können, äußern, es sei, als lebten sie wie Fremde auf einem unbekannten Planeten. Sie können den Wunsch nach Kontakt nicht adäquat zeigen, wirken auf ihre Umgebung z.B. unnahbar, egoistisch, seltsam, und bleiben allein.

 

Die Eltern erleben oft eine lange Phase der Ungewißheit, bis die Diagnose feststeht. Sie sind mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert und erhalten oft noch zu wenig Unterstützung. Sie müssen sich mit der Perspektive befassen, ihr ganzes Leben für einen möglicherweise in seiner Selbständigkeit sehr eingeschränkten Menschen Verantwortung zu tragen und zumindest für einige Zeit ihren Alltag fast vollständig auf dessen Bedürfnisse abzustimmen.  
Bei Autismus handelt es sich um eine angeborene veränderte Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung des Gehirns. Das bedeutet, dass die Eindrücke aus den Sinnesorganen z.B. zu stark, zu schwach, bruchstückhaft oder verzögert verarbeitet werden. Dadurch erleben und bewerten autistische Menschen ihre Umwelt und das, was geschieht, anders als nicht Behinderte. Sie empfinden ihre Umgebung häufig als Chaos, was zu Veränderungsängsten, Panikzuständen oder dem totalen Rückzug in sich selbst, zu Sprachlosigkeit oder verschiedenen anderen Verhaltensauffälligkeiten führen kann.

 

 

Die Auswirkungen der Störungen behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sind. Autistische Menschen sind somit in der Regel mehrfach behindert. Wie bei allen Mehrfachbehinderungen verlagert sich der Schwerpunkt der Behinderung im Laufe der Entwicklung mit dem Lebensalter.

 

 
Quelle: u.a. "Denkschrift zur Situation von Menschen mit Autismus", herausgegeben vom Bundesverband "autismus Deutschland e.V.")